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Olga Sedakowa – Drei Essays zur russischen Poesie

Aus dem Russischen von Hendrik Jackson

Grafik auf dem Schuber: Ilja Tabenkin, Porträt von Olga Sedakowa. 1981

hochroth Berlin 2020

ISBN: 978-3-903182-55-4

38 Seiten, 19 x 13 cm, Broschur, 8 €

 

Olga Sedakowa schreibt: die Essays Achmatowas und Zwetajewas über Puschkin dürften »uns einiges über die künstlerische Natur der Autorinnen selbst sagen: erschließt doch ein Poet den anderen Poeten mit demselben Schlüssel, mit dem er die eigene »Schatulle mit dreifachem Boden« verschließt«. Die gilt wohl auch für die Dichterin Sedakowa, die sich in diesen literarischen Essays über die Großen russischer Lyrik Puschkin, Mandelstam, Achmatowa und Zwetajewa als eine philologisch versierte Intellektuelle zeigt. Sie geht klassischen Fragen nach, die heute kaum noch gestellt werden – etwa nach der Moral und der Schönheit in der Dichtung oder nach der anthropologischen Dimension der Kunst – und ihre bisweilen überraschenden Antworten eröffnen dem deutschen Leser eine neue Sichtweise auf die russische Literatur und helfen gleichzeitig, Sedakowas eigene Gedichte zu interpretieren.

Der Band ist einzeln erhältlich oder in Doppelausgabe im Schuber mit »Chinesische Reise. Gedichte« von Olga Sedakowa. Beide Bände wurden von Hendrik Jackson übersetzt.

 

Olga Sedakowa (*1949 in Moskau) ist als Dichterin, Essayistin, Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin und Intellektuelle eine der profiliertesten Stimmen in der russischen Literatur. Bis in die späten 1980er Jahre ­hinein zirkulierten ihre Texte hauptsächlich im Samisdat. Ein erster Gedichtband mit dem Titel »Tore. Fenster. ­Bögen« erschien 1986 in Paris. Bis heute hat Olga ­Sedakowa über ein Dutzend Gedichtbände, Essaysammlungen und Reiseerzählungen veröffentlicht. Ihre Texte wurden in viele Sprachen übersetzt und von namhaften zeitgenössischen Komponisten vertont. Seit 2010 liegt eine vierbändige Werkausgabe vor. Für ihr lyrisches und essayistisches Werk ist die Autorin mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet worden.

Hendrik Jackson lebte über 20 Jahre in Berlin als freier Autor und Übersetzer und unterrichtet zur Zeit an der Staatlichen Universität Moskau deutsche Literatur und Übersetzung. Neben seiner Arbeit als Lyriker, Essayist und Übersetzer vor allem aus dem Russischen ist er Herausgeber des Internetportals www.lyrikkritik.de und leitete die Akademie für Lyrikkritik. Im hochroth Verlag sind in seiner Übersetzung 2015 »The automic stories« von Wiktor Iwaniv erschienen.

 

Olga Sedakowa - Drei Essays zur russischen Poesie

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Olga Sedakowa – Drei Essays zur russischen Poesie