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Mynona: Magie in Knittelversen

Aus dem Nachlass herausgegeben und mit einem Nachwort von Detlef Thiel
Erstveröffentlichung nach einem Manuskript vom August 1941

46 Seiten, EUR 8,-
hochroth Berlin 2013
ISBN: 978-3-902871-34-3

 

Salomo Friedlaender alias Mynona (1871 – 1946) war Dichter und Philosoph zugleich. Vor allem die Begegnung mit dem Altkantianer Ernst Marcus (1856 – 1928) war für seine eigene Auseinandersetzung mit dem Denken Kants prägend. Im Exil seit 1933 und besonders während des Zweiten Weltkrieges wurde die Philosophie für ihn zu einer Überlebensstrategie. Im August 1941, im von den Nazis besetzten Paris, schreibt er das hier erstmals veröffentlichte Manuskript einer „Magie in Knittelversen“, als Ausdruck des Glaubens an das unzerstörbare Ich und die Vernunft:

„Und doch, trotz der Last des Todes, trotz schrecklichstem Mahnen
Sollst und kannst, Vernunftmensch, du leben und planen.
Denn angesichts des ewigen Sittengesetzes –
Als Wahrheit aller Wahrheiten schätz’ es! –
Ist es unmöglich zu denken,
Der Tod solle uns absolut kränken.
Sondern unser Wirken wirkt geheimnisvoll fürs Weltganze.
Wer ew’gem Gesetz untersteht, wirkt in verborgnem Glanze.
Daher lebe man, als ob man ewig hier bliebe,
Auch wenn man einmal den Leib begrübe.“ (S. 46)

Mynona: Magie in Knittelversen

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